GEOTECHNIK
WITTEN

Geotechnik in Witten

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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In Witten erleben wir regelmäßig, dass Bauherren auf dem ehemaligen Zechengelände oder im Ruhrtal mit dem Aushub beginnen und dann unerwartet auf alte Auffüllungen oder stark verwitterte Tonschiefer stoßen. Die Konsequenz sind umplanungen in letzter Minute und Kosten, die das Budget sprengen. Der Fehler liegt fast immer im Verzicht auf eine frühzeitige bodenmechanische Untersuchung, die solche Überraschungen zuverlässig ausschließt. Unser Team ist in der Region verankert und kennt die geologischen Eigenheiten Wittens vom Ardeygebirge bis zur Ruhr. Wir kombinieren Aufschlussverfahren wie Schürfgruben mit Laboranalysen, um ein wirklichkeitsnahes Baugrundmodell zu erstellen. So treffen Sie Entscheidungen auf Basis von Kennwerten, nicht von Annahmen.

Im Ruhrtal zählt nicht die Mutmaßung, sondern der Steifemodul – erst eine bodenmechanische Untersuchung macht den Untergrund berechenbar.
Geotechnik in Witten
Technische Referenz — Witten

Unsere Leistungsbereiche

Lokale Geologie

Die quartären Lockergesteine in Witten sind geprägt von den Ablagerungen der Ruhr und ihren Nebenläufen. Im Bereich Herbede finden wir oft eine Wechselfolge aus Schluff und Feinsand, deren Konsistenz stark mit dem Grundwasserstand variiert. Eine bodenmechanische Untersuchung, die nach DIN 4020 und unter Berücksichtigung der Eurocode-7-Vorgaben (EN 1997-1:2004) durchgeführt wird, liefert genau die Kennwerte, die für eine sichere Gründung notwendig sind. In weichen Auelehmen helfen ergänzende CPT-Versuche, die Schichtgrenzen zentimetergenau zu kartieren und die undränierte Scherfestigkeit in-situ zu bestimmen, bevor wir im Labor Triaxialversuche ansetzen. Die Probeentnahme erfolgt mit Rammkernsonden oder in Schürfgruben, wobei der Transport in unser akkreditiertes Labor nach DAkkS-Richtlinie DIN EN ISO/IEC 17025 erfolgt, damit keine Gefügeschädigung die Ergebnisse verfälscht.

Geltende Normen

DIN 4020: Geotechnische Untersuchungen für bautechnische Zwecke, DIN EN 1997-1:2004 (Eurocode 7): Entwurf, Berechnung und Bemessung in der Geotechnik, DIN EN ISO 17892-1:2015-03 (Laborversuche an Bodenproben – Wassergehalt), DIN 18196: Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke, DAkkS-Regelungen nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018

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Warum uns wählen

Ein mittelständisches Wohnungsbauprojekt in Witten-Annen stand 2019 auf einem augenscheinlich tragfähigen Gelände. Die ersten Rammkernsondierungen zeigten jedoch ab 2,5 Meter Tiefe eine kompressible, organische Schicht, die in keiner geologischen Karte verzeichnet war. Ohne die bodenmechanische Untersuchung wäre die geplante Plattengründung in massive Setzungsdifferenzen gelaufen – die Nachbarbebauung aus den 50er Jahren zeigt genau diese Risse. Wir haben daraufhin die Lastverteilung über elastisch gebettete Platten mit einem ausführlichen Setzungsmonitoring neu berechnet. Das Beispiel zeigt, warum man in Witten nie auf direkte Aufschlüsse verzichten darf. Die Bergbaugeschichte der Region hat einen unberechenbaren Untergrund hinterlassen, der nur durch Bohrungen und Labortests entschlüsselt wird.

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Aufschlusstiefe Regelbauwerk6 m (bei Unterkellerung 9 m)
BodenklassifikationDIN EN ISO 14688-2
Probenahme gestörtRammkernsonde Ø 80 mm
Verdichtungsgrad PrüfungDIN 18125-2 (Sandkegel)
WassergehaltDIN EN ISO 17892-1
Undränierte ScherfestigkeitLaborflügelscherversuch / CPT
SetzungsberechnungDIN 4019, Steifemodul-Verfahren

Häufige Fragen

Was kostet eine bodenmechanische Untersuchung für ein Einfamilienhaus in Witten?

Für ein typisches Einfamilienhaus im Stadtgebiet Witten, etwa in Stockum oder Annen, bewegen sich die Kosten für eine bodenmechanische Untersuchung inklusive Rammkernsondierung und grundlegendem Laborprogramm in einem Rahmen von €2.940 bis €5.160. Der Preis hängt von der Homogenität des Untergrunds und der Anzahl der notwendigen Sondierpunkte ab. Ein verbindliches Angebot erhalten Sie nach einer ersten Akteneinsicht.

Welche Normen sind für die Erkundung in Witten besonders relevant?

Die Basis bildet die DIN 4020 für die Untersuchungsumfänge. Dazu kommen die Laborversuche nach den aktuellen Teilen der DIN EN ISO 17892 und die Klassifikation nach DIN 18196. Da Witten im Einflussbereich ehemaliger Bergwerke liegt, können zusätzlich die Empfehlungen des Arbeitskreises 'Baugruben' (EAB) und die Vorgaben der Bezirksregierung Arnsberg zu Tagesbrüchen eine Rolle spielen.

Wie tief wird in Witten üblicherweise sondiert?

Die Erkundungstiefe richtet sich nach dem Spannungszwiebel-Prinzip. Bei einem Einfamilienhaus ohne Unterkellerung reichen meist 6 Meter unter GOK. Bei unterkellerten Gebäuden oder wenn im Ruhrtal mit weichen Schichten zu rechnen ist, gehen wir auf 9 Meter oder bis in den tragfähigen Fels. Zwei der Bohrungen werden grundsätzlich als schwere Rammsondierung ausgeführt, um die Lagerungsdichte zu prüfen.

Müssen wir für die Untersuchung Sperrungen auf dem Grundstück einrichten?

Für eine Rammkernsondierung genügt eine Zufahrt mit unserem geländegängigen Bohrgerät. Es entstehen keine offenen Löcher, da die Bohrlöcher nach der Aufnahme wieder mit dem Bohrgut verfüllt und verdichtet werden. Eine Vollsperrung ist nicht nötig, eine kurze Absprache mit dem Auftraggeber zur Leitungsfreiheit im Vorfeld ist jedoch unerlässlich.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Witten und seinem Großraum.

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