In einer Stadt, die auf rund 100 Metern Höhe über dem Ruhrtal liegt und deren Untergrund vom flözleeren Oberkarbon geprägt ist, wird jede tiefere Baugrube zur Herausforderung. Witten hat eine lange Bergbautradition, doch der wechselhafte Fels aus Sandsteinen und Tonsteinen verlangt heute eine präzise Ankerbemessung. Aktive und passive Verankerungen müssen hier nicht nur Erddruck aufnehmen, sondern auch mit Resthohlräumen und geklüftetem Gebirge umgehen können. Wir begleiten Projekte vom Einfamilienhaus am Hang bis zum Gewerbebau in der Innenstadt, wo der Platz beengt ist und Nachbarbebauung keinen Spielraum für Nachgiebigkeit lässt. Ein CPT-Versuch liefert uns vorab die Spitzendrücke im Lockergestein, während wir mit einer Sondierbohrung den Felshorizont sicher identifizieren.
Eine Vorspannung ohne genaue Kenntnis der Gebirgsklüftung kann im Wittener Karbon mehr schaden als nutzen.
