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Korngrößenanalyse in Witten: Siebung und Hydrometer für präzise Bodenklassifikation

Baugrundgutachten, auf die Sie bauen können.

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Zwischen den Lösslehmböden in Annen und den sandig-kiesigen Ablagerungen der Ruhrterrassen in Bommern liegen geotechnisch gesehen Welten, und genau diese kleinräumige Variabilität macht eine präzise Korngrößenanalyse in Witten so entscheidend. Das Labor bestimmt die Kornverteilung sowohl durch klassische Siebung für die gröberen Fraktionen ab 0,063 mm als auch mittels Aräometer-Schlämmanalyse für die bindigen Feinteile, was gerade bei den im Ruhrtal weit verbreiteten Verwitterungslehmen unverzichtbar ist. Für die Planung von Tiefgründungen in den Hängen des Ardeygebirges oder von Baugrubenaushüben in der Innenstadt liefert diese kombinierte Methode die notwendigen Parameter für Frostempfindlichkeit, Drainageverhalten und Verdichtbarkeit. Mit über 100.000 Einwohnern und einer Mischung aus historischer Stahlindustrie-Altlast und moderner Wohnbebauung ist die Kenntnis der exakten Sieblinie mehr als eine Formalie – sie entscheidet über die Wirtschaftlichkeit des gesamten Erdbaukonzepts.

Eine belastbare Sieblinie ist im heterogenen Baugrund des Ruhrtals kein akademischer Wert, sondern die Grundlage für jede wirtschaftliche Gründungsentscheidung.

Unsere Leistungsbereiche

Methodik und Umfang

Wer in Witten schon einmal Aushubmaterial auf der Halde von Zeche Nachtigall begutachtet hat, weiß, dass der bloße Augenschein bei den heterogenen anthropogenen Auffüllungen und den darunter anstehenden kreidezeitlichen Tonmergeln in die Irre führen kann. Die Korngrößenanalyse ersetzt diesen subjektiven Eindruck durch eine objektive Sieblinie, die das gesamte Spektrum vom Grobkies bis zur Tonfraktion abbildet. Das Prüfverfahren nach DIN EN ISO 17892-4 kombiniert die Nass- und Trockensiebung für die Körnungen über 0,063 mm mit der Sedimentationsanalyse nach dem Aräometerverfahren für den Schluff- und Tonanteil. Diese Daten fließen direkt in die Bodenklassifikation nach DIN 18196 ein und erlauben eine zuverlässige Bewertung der Tragfähigkeit und des Setzungsverhaltens. Besonders bei schlecht abgestuften Ruhrsanden, die oft in einer sandigen Matrix mit schluffigen Linsen auftreten, liefert die Sieblinie den rechnerischen Nachweis für die innere Stabilität, was für die Dimensionierung von Bodenplatten und die Beurteilung von Porenwasserüberdrücken unerlässlich ist. Die Analyse wird von einem nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Partnerlabor durchgeführt, sodass die Ergebnisse uneingeschränkt für Standsicherheitsnachweise verwendbar sind.
Korngrößenanalyse in Witten: Siebung und Hydrometer für präzise Bodenklassifikation
Technische Referenz — Witten

Lokale Besonderheiten

Die Geschichte Wittens als Industriestandort mit teils unsystematischen Verfüllungen und der Überbauung ehemaliger Zechengelände hat einen geotechnischen Flickenteppich hinterlassen, der ohne detaillierte Laboranalysen kaum beherrschbar ist. Das größte Risiko liegt in der Fehleinschätzung von bindigen Zwischenschichten, die im Sieblinienbild als ausgeprägter Feinkornanteil erscheinen und bei Wasserzutritt zu einem drastischen Verlust der Scherfestigkeit führen können. Die Korngrößenanalyse deckt diese kritische Komponente frühzeitig auf und verhindert so teure Umplanungen während der Bauphase oder, schlimmer noch, Setzungsschäden am fertigen Bauwerk. Ein weiteres Problemfeld sind die in Witten anzutreffenden Hanglehme mit ihrer spezifischen Korngrößenverteilung, die bei Starkregenereignissen, wie sie im westfälischen Raum zunehmend auftreten, zu Erosion und Stabilitätsverlust neigen. Ohne eine exakte Sieblinie bleiben Drainageberechnungen und die Wahl des geeigneten Filtervlieses eine Spekulation, die später zu Vernässungen und Frosthebungen führen kann.

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Geltende Normen

DIN EN ISO 17892-4:2017-04 (Bestimmung der Korngrößenverteilung), DIN 18196:2011-05 (Bodenklassifikation für bautechnische Zwecke), ZTV E-StB 17 (Frostempfindlichkeitsklassen), DIN EN ISO/IEC 17025 (Akkreditierung Prüflabor), DIN 18123:2011-04 (Bestimmung der Korngrößenverteilung durch Sedimentation)

Technische Parameter

ParameterTypischer Wert
Prüfverfahren SiebungDIN EN ISO 17892-4, Nass- und Trockensiebung
Prüfverfahren FeinkornAräometerverfahren nach DIN EN ISO 17892-4
Korngrößenbereich0,001 mm bis 125 mm (Ton bis Steine)
Probenmenge Minimalca. 500 g bei Feinsand/Schluff, bis 15 kg bei Grobkies
KlassifikationDIN 18196 (GE, GI, SE, SU, UL, TA etc.)
ZusatzparameterUngleichförmigkeitszahl Cu, Krümmungszahl Cc, kf-Abschätzung
FrostklasseF1 bis F3 nach ZTV E-StB
AkkreditierungDIN EN ISO/IEC 17025 durch kooperierendes Labor

Häufige Fragen

Wann ist in Witten eine kombinierte Siebung und Schlämmanalyse erforderlich?

Die kombinierte Analyse ist immer dann erforderlich, wenn der Anteil an Feinkorn unter 0,063 mm augenscheinlich mehr als 5 bis 10 Prozent beträgt. In Witten ist das bei den weit verbreiteten Lösslehmen, den Tonmergelstein-Zersatzböden der Oberkreide und den schluffigen Ruhrsedimenten praktisch immer der Fall, da sonst die Klassifikation nach DIN 18196 nicht vollständig durchgeführt werden kann.

Mit welcher Bearbeitungszeit muss ich für eine Korngrößenanalyse rechnen?

Die reine Siebanalyse liegt in der Regel nach 3 bis 4 Werktagen vor. Bei der Aräometer-Schlämmanalyse, die eine temperaturkontrollierte Sedimentationsphase von etwa 24 Stunden erfordert, beträgt die Bearbeitungszeit einschließlich der Datenauswertung und Erstellung des Siebliniendiagramms üblicherweise 5 bis 7 Werktage nach Probeneingang.

Welche Probenmenge wird für die Analyse benötigt?

Die benötigte Probenmenge richtet sich nach dem Größtkorn. Für die üblichen Sande und Kiese in Witten mit einem Größtkorn bis 31,5 mm benötigen wir etwa 5 bis 8 kg Material. Bei grobkörnigen Schottern mit einem Größtkorn von bis zu 63 mm sollten es 15 kg sein. Für die Schlämmanalyse allein genügen etwa 200 bis 500 g der Feinkornfraktion.

Was kostet eine Korngrößenanalyse mit Siebung und Hydrometer in Witten?

Die Kosten für die kombinierte Korngrößenanalyse (Siebung plus Sedimentation mit Aräometer) bewegen sich in Witten je nach Probenaufbereitung und Größtkorn in einem Rahmen von etwa 90 € bis 170 € pro Probe. Bei Reihenuntersuchungen oder mehreren Proben aus einem Projekt sind angepasste Staffelpreise möglich.

Welche Kennwerte aus der Korngrößenanalyse sind für die Bauausführung direkt relevant?

Aus der Sieblinie lassen sich die Ungleichförmigkeitszahl Cu und die Krümmungszahl Cc ableiten, die eine direkte Aussage zur Verdichtbarkeit und zur Eignung als Dichtungsmaterial treffen. Zudem erlaubt die Kornverteilung eine Abschätzung des Durchlässigkeitsbeiwerts kf und der Frostempfindlichkeitsklasse nach ZTV E-StB, was für die Dimensionierung von Frostschutzschichten und Drainagen unverzichtbar ist.

Standort und Servicegebiet

Wir betreuen Projekte in Witten und seinem Großraum.

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