In Witten sehen wir immer wieder, dass die geologische Karte allein nicht reicht: Die quartären Ablagerungen der Ruhr und ihrer Nebenbäche sowie die verwitterten Ton- und Schluffsteine des flözleeren Oberkarbons erzeugen auf kurzer Distanz stark wechselnde Untergrundverhältnisse. Genau hier setzt die CBR-Studie für den Straßenentwurf an, die wir nach den Vorgaben der RStO 12 und der TP BF-StB Teil B 11.1 durchführen. Anders als ein reiner Indexversuch liefert der CBR-Wert eine direkte Aussage zur Tragfähigkeit des Planums und der Frostschutzschicht unter den spezifischen Bedingungen des Wittener Bodens. Besonders in den Hanglagen zwischen Annen und Herbede, wo Hanglehm über anstehendem Fels liegt, hilft die CBR-Studie für den Straßenentwurf, den erforderlichen Verformungsmodul zuverlässig zu prognostizieren und den Oberbau wirtschaftlich zu dimensionieren. Oft kombinieren wir die Untersuchung mit einem Plattendruckversuch, um die Verdichtungsanforderungen auf dem Planum direkt nachzuweisen.
Der CBR-Wert im Wittener Hanglehm reagiert extrem empfindlich auf Wassergehaltsänderungen – was im Labor noch nach akzeptablen 6 % aussieht, kann bei Wasserzutritt auf unter 2 % abfallen.
