Ein häufiger Fehler im Tiefbau im Raum Witten ist die pauschale Annahme einer Flachgründung, ohne die oft nur wenige Meter unter Gelände anstehenden weichen Auelehme und gering tragfähigen Talfüllungen der Ruhr zu berücksichtigen. Gerade in den Stadtteilen entlang der Ruhr, wie Bommern oder Herbede, führen solche Fehleinschätzungen schnell zu ungleichmäßigen Setzungen und kostspieligen Nachbesserungen. Die Bemessung von Schottersäulen bietet hier eine wirtschaftlich attraktive Alternative zur Tiefgründung auf Pfählen: Durch den Einbau verdichteter Grobschlag- oder Schottersäulen wird der weiche Untergrund gezielt verbessert, sodass sich die Last gleichmäßiger verteilt und die Gesamtsetzung drastisch reduziert. Unser Team führt die geotechnische Auslegung nach den Anforderungen des Eurocode 7 und der DIN EN 14731 durch, wobei wir auf die lokale Geologie mit ihren teils organischen Weichschichten im Ruhrtal abgestimmte Berechnungsmodelle anwenden. Für eine vollständige Baugrundbeurteilung kombinieren wir die Bemessung häufig mit einer Korngrößenanalyse sowie direkten Aufschlüssen aus Schürfgruben, um die Eignung des anstehenden Bodens für die Säulenherstellung sicher zu bewerten.
Eine Schottersäule ersetzt nicht einfach den Boden – sie verdichtet und dräniert ihn, während sie Lasten bis in den tragfähigen Untergrund absetzt.
