Wer in Witten eine Stützwand plant, muss den Baugrund genau kennen. Die DIN 1054 in Verbindung mit Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) gibt den Rahmen vor, aber die lokale Geologie stellt eigene Anforderungen. Das Stadtgebiet wird vom Karbon des Ruhrgebiets geprägt: flözleere Schichten des Oberkarbons, die von pleistozänen Lockergesteinen und Hangschutt überlagert sind. Im Muttental und den Hanglagen zum Ardeygebirge hin treffen wir auf stark verwitterte Ton- und Schluffsteine mit eingelagerten Sandsteinbänken. Diese Wechsellagerungen sind tückisch für die Stützwandbemessung, weil die Boden-Bauwerks-Interaktion stark variiert. Unser Team führt die erforderlichen Nachweise für Grenzzustand GEO-2 und STR, oft ergänzt durch eine Korngrößenanalyse zur genauen Klassifikation der Auffüllungen und Verwitterungsprodukte.
Eine standsichere Stützwand in Witten braucht mehr als Regelquerschnitte – sie erfordert ein geotechnisches Modell, das die Wechsellagerung von Ruhrsandstein und Verwitterungslehm abbildet.
